Der Leuchtturm Rubjerg Fyr

Rubjerg Knude
Der Leuchtturm Rubjerg Fyr verschwindet wahrscheinlich in 15 bis 20 Jahren im Meer, das ununterbrochen an der Küste nagt. Als man ihn im Jahre 1900 am höchsten Punkt der Riesendüne (ca. 60 m über NN) baute, war dieses Schicksal noch nicht vorauszusehen. Lampe und Nebelhorn des 23 m hohen Leuchtturms wurden anfangs mit vor Ort erzeugtem Fettgas betrieben, und 3 Personen kümmerten sich um die anfallenden Arbeiten.

Rubjerg Knude Fyr

Ein paar Kilometer südlich von Lønstrup bietet sich dem Besucher ein einmaliges Naturschauspiel. Hier ist nämlich eine riesige Wanderdüne dabei, den Leuchtturm Rubjerg Fyr mitsamt den zugehörigen Gebäuden zu verschütten.

Auch das dem Thema ‚Sandverwehungen’ gewidmete Museum musste den Sandmassen vor dem letzten Jahrhundertwechsel weichen und umziehen.

Leuchtturm mit begrenzter Lebensdauer

Zusätzlich wird er noch vom Meer bedroht, das ihn in 15 bis 20 Jahren erreicht haben wird. Das lässt sich leicht ausrechnen, denn von Turm und Meereswogen trennen ihn nur noch 20 bis 30 m, von denen jedes Jahr einige Meter weggerissen werden. In den 20er-Jahren dieses Jahrhunderts wird er wohl ins Meer stürzen.

Als man ihn im Jahre 1900 am höchsten Punkt der Riesendüne (ca. 60 m über NN) baute, war dieses Schicksal noch nicht vorauszusehen. Da der Abstand zum Wasser zum Zeitpunkt des Baus 200 m betrug und kaum Sandverwehungen zu beobachten waren, kann man den Erbauern keinen Vorwurf machen.

Rubjerg Knude fyr

Ein versandeter Garten

Bereits wenige Jahre nach Inbetriebnahme des Leuchtturms begannen die Probleme. Der im Windschatten des Leuchtturmwärterhauses gelegene Nutzgarten versandete und der Brunnen füllte sich vollständig mit dem feinen Sand, der lange vor der Entstehung der Dünen bereits vom Wind die Steilküste hinaufgetragen wurde.

Um dem Einhalt zu gebieten, wurden die entstehenden Dünen mit Sandroggen bepflanzt, was ihr Wachstum jedoch noch beschleunigte. Es war ein Teufelskreis, und im Laufe weniger Jahrzehnte hatte sich der Sand so hoch aufgetürmt, dass man das Leuchtturmfeuer vom Meer aus nicht mehr sehen konnte.

Rubjerg Knude Fyr

Ein wirkungsloses Nebelhorn

Bereits in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts musste man große Sandmengen abtransportieren und Anfang der 50er-Jahre war die Düne so mächtig geworden, dass man von See her das Nebelhorn nicht mehr hören konnte.

Es gab Überlegungen zu einer Erhöhung des Leuchtturms, die man jedoch fallen ließ, und am 1. August 1968 wurde er schließlich außer Dienst gestellt.

Lampe und Nebelhorn des 23 m hohen Leuchtturms wurden anfangs mit vor Ort erzeugtem Fettgas betrieben, von dem man meinte, es könne die Leuchtkraft der Lampe so erhöhen, dass ihr Licht auch durch Nebel drang. Unter normalen Bedingungen lag die Leuchtweite bei 42 km.

Im Jahre 1906 wurde das Gas durch Petroleum ersetzt, und 1934 wurde mit der Liver Mølle ein Vertrag zur Stromlieferung geschlossen.

Mühsame Arbeit

Anfangs kümmerten sich drei Personen unter der Anleitung des Leuchtturmwärters um die Anlage. Besonders während der ersten Jahre mit Gasbetrieb war die Arbeit oft mühsam. Bei Sturm musste man Ausschau nach Schiffen in Seenot halten und gegen die Scheiben geflogene Vögel einsammeln und an das Zoologische Museum schicken. Ferner waren die technischen Anlagen zu warten, die Gebäude innen und außen zu streichen und Sand von den Türen wegzuschaufeln.

Durch Abtragung der Küste rückt das Meer immer weiter vor, und die Form der Düne ändert sich ständig. Im Jahre 1992 wurde der Kampf gegen den Sand endgültig aufgegeben, sodass er freies Spiel mit den Gebäuden hat.

 
 
Kommen Sie wieder Hoch! - Treppe und Kaleidoskop
Das Projekt Rubjerg Knude, die Gelegenheit, den Turm zu besuchen, bevor es ins Meer stürzt erstellen. Genauer gesagt, es besteht aus einer neuen Treppe, die nach oben durch den Turm auf den Balkon und ein Kaleidoskop menschlicher Größe, die einen tanzen Meer von Licht im Inneren des Turms wirft. Darüber hinaus wird die Parkplätze vor Ort verbessert, und es wird einen neuen Weg und die Pfeilmarkierungen , die Besucher auf ihrem Weg vom Parkplatz bis zum Leuchtturm führt gebaut werden.
 

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Der höchste Punkt

Rubjerg Knude Ryr

Rubjerg Knude erhebt sich insgesamt ca. 90 m über dem Meeresspiegel. Eine 40 m hohe Düne aus Flugsand hat sich auf der etwa 50 m hohen Steilküste gebildet. Die Dünenbildung war während der letzten 50 Jahre besonders stark, und zeitweise war die Düne genauso hoch wie der Leuchtturm.

Die Steilküste Lønstrup Klint

Rubjerg Knude

Auf dem 15 km langen Küstenabschnitt von Lønstrup nach Løkken hat man die einzigartige Möglichkeit, die geologische Entwicklung dieses Landstrichs zu erkunden. Der höchste Punkt dieser eindrucksvollen Steilküste namens Lønstrup Klint ist Rubjerg Knude.

"Sand und Sandverwehungen"

In den Gebäuden um den Leuchtturm war zwischen 1980 und 2002 eine Ausstellung des Vendsyssel Historiske Museum über dieses Thema und die Geschichte des Leuchtturms untergebracht. Diese Ausstellung ist jetzt im Gebäude Strandfogedgården zu sehen, das wenige Kilometer südlich beim alten Friedhof von Rubjerg liegt.Rubjerg Knude Fyr

Nützliche Links

Vendsyssel Historiske Museum

Fotos der Riesendüne Rubjerg Knude

Lampe und Nebelhorn des 23 m hohen Leuchtturms wurden anfangs mit vor Ort erzeugtem Fettgas betrieben.